Gute Laune, gutes Essen, gute Gespräche: Rückblick auf den GRÜNEN Neujahrsempfang 2010
Der Grüne Neujahrsempfang 2010 im Alten E-Werk Eschwege war ein voller Erfolg. Auch wenn sich Hauptrednerin Bärbel Höhn in einem Punkt etwas vertan hat.
75 Gäste waren der Einladung unter dem Motto "Trommeln für den Frieden" gefolgt und sorgten für einen interessanten, entspannten und gehaltvollen Abend. Die Musiker der Initiative Black&White aus Wanfried brachten Bewegung in die Runde und verwandelten die Zuschauer in Mittänzer.
Allerdings hatten Black&White nicht nur musikalische Botschaften im Gepäck, sondern nutzten auch die Gelegenheit, für ihre politischen Anliegen zu werben: Armutsbekämpfung, globale Gerechtigkeit und bessere Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa. Im Sinne globaler Sicherheit und weltweiten Friedens müssen die Verbindungen zwischen Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern verbessert werden. Auch dafür singt, tanzt und trommelt die Gruppe Black&White.
Diesen Gedanken konnte Bärbel Höhn nur zustimmen. Die stellvertretende Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion wies ebenfalls auf die Notwendigkeit besserer Entwicklungsarbeit hin und nannte auch ganz konkrete Möglichkeiten, etwas dafür zu tun. Sie sammelt z.B. Spenden für den Verein Faire Welt e.V., damit Effizienzöfen beschafft werden können, die für viele Familien in Afrika dringend notwendig sind. Dies sei eines von vielen wichtigen Projekten, die den Menschen im Alltag weiter helfen.
Ernst wurde es auch, als Bärbel Höhn ihrem Ärger über die Politik der Bundesregierung Luft machte. Von der verfehlten Bildungspolitik und dem Ausstieg aus dem Atomausstieg, bis hin zur Wirtschafts- und Sozialpolitik kritisierte sie die Schieflagen schwarz-gelber Ansätze und machte klar, dass derzeit nur die Grünen mit ihrem New Deal über tragfähige Konzepte verfügen, um die drei großen Krisen der Gegenwart zu bewältigen: Wirtschafts-/Finanzkrise, Klima-/Ressourcenkrise und Gerechtigkeitskrise.
Bei so viel Elan kann es schon mal passieren, dass die Bundespolitikerin den derzeitigen Landrat des Werra-Meißner-Kreises versehentlich der CDU zuordnet. Die Lacher hatte sie damit auf ihrer Seite. Und der ebenfalls anwesende Landrat und SPD-Politker Stefan Reuß konnte diesen kleinen Ausrutscher mit einem Griff zum Bio-Buffet ganz gut verdauen.
(Fotos: Gerhard Marquardt)













